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Der Social Impact Award (SIA) wurde 2009 von Peter Vandor am Institut für Entrepreneurship und Innovation an der WU Wien gegründet. Ziel des Wettbewerbes war es, einen Wettbewerb für studentische SozialunternehmerInnen in Österreich ins Leben zu rufen, der diese nicht nur auszeichnet, sondern in ihren ersten Schritten unterstützt. Die Finanzierung des Projekts kam zunächst auf eher unorthodoxe Art und Weise zustande: Joachim Hunold, langjähriger CEO von Air Berlin, hatte gerade selbst einen prestigeträchtigen Entrepreneurship Preis der Österreichischen Wirtschaftskammer gewonnen. Nachdem er bei der Preisverleihung eine Laudatio des Institutsleiters Prof. Franke hörte, entschied er sich spontan dazu das Preisgeld dem Institut zu überlassen, mit dem Auftrag, „etwas Sinnvolles für Studierende“ damit zu machen. Das Preisgeld wurde so zum Startkapital für den Social Impact Award. Es ermöglichte unter anderem die finanzielle Unterstützung des ersten Preisträgers, Project-E, einer Ausbildungsstätte für Waisenmädchen in Äthiopien.

Die folgenden Jahre widerlegten überzeugend das Klischee, österreichische Studierende seien unpolitisch und an gesellschaftlichen Themen nicht interessiert. Hunderte Studierende entwickelten Konzepte für soziale Unternehmen und reichten ihre Ideen beim SIA ein, wie z.B. Whatchado, The Connection, Footprint oder Soulbottles. Zusammen mit Nicole Traxler, Matthias Hofer und vielen anderen stellten wir sicher, dass diese Studierenden mit einer neuen Art von Programm unterstützt wurden und werden. Anstatt Projekte auszuzeichnen, die bereits umgesetzt wurden, arbeiten wir mit jungen zukünftigen Sozialunternehmern an ihren ersten Schritten. Durch verschiedene Start-Up-Workshops, onlinebasierte Voting-Tools, Startfinanzierungen und individuelles Feedback für jede Projektidee unterstützten wir junge Talente auf ihrem Weg.

Mit den Jahren ist der Social Impact Award gewachsen, unter anderem Dank der Unterstützung der ERSTE Stiftung, die ab 2010 wichtigster und langjähriger Partner des SIA wurde und bis heute geblieben ist. Ein weiterer großer Schritt war die Eröffnung des Impact Hub Vienna, der weitere Expertise und Räumlichkeiten anbot. In 2012, wurden Impact Hub Prague und Ropot Partner der WU und brachten den Social Impact Award nach Tschechien und Rumänien.

2013 übernahmen dann Impact Hub Vienna unter Federführung von Cezar Neaga die Organisation des Social Impact Award und entwickelten das Projekt weiter. Seitdem wird SIA in Partnerschaft mit dem Social Entrepreneurship Center der WU Wien und einer wachsenden Zahl an internationalen Partnern durchgeführt, die den SIA in ihre jeweiligen Länder brachten. In 2015 wurde SIA weiter professionalisiert und war nun bereits in zehn Ländern aktiv: Österreich, Tschechien, Kroatien, Griechenland, Mazedonien, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei und der Schweiz. Dementsprechend wuchs auch die Zahl der Finalisten und Gewinnerprojekte in allen Ländern. Dazu zählen bespielweise das tschechische Sozialunternehmen Pragulic, das Obdachlose als Touristenführer beschäftigt, das russische Start-up Motorika, das eine Handprothese entwickelt und eine virtuelle Blut-Datenbank in Athen, die im Sommer 2017 angaben, bereits über 2000 Leben gerettet zu haben.

Im Jahr 2015 übernahm der frühere SIA Gewinner von 2010, Jakob Detering, den Posten des Social Impact Award Direktors. Zusammen mit Bistra Kumbaroska, entwickelte er den Social Impact Award mit einem starken Fokus auf Inkubation, Community Building und Kodifizierung weiter. Viele neue Organisationen und Entrepreneure sind der SIA-Gemeinschaft seitdem beigetreten, unter anderem aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Ungarn, Kosovo, Montenegro, Tunesien und Slowenien. So konnten wir 2017 Jahr erneut neue Rekordzahlen von jungen potentiellen Sozialunternehmern erreichen: Über 6.000 Studierende, von denen mehr als 800 eine Idee für ein Sozialunternehmen entwickelt und auch eingereicht haben. Insgesamt nahmen in 2017 172 Teams an Inkubationsprogrammen teil und 55 davon gewannen den Social Impact Award, zu dem auch eine Teilnahme am SIA Summit in Belgrad im November 2017 gehört.

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