Die Gewinner stehen fest!
Der Social Impact Award des größten, österreichischen Studierenden-Wettbewerbs für Social Entrepreneurship wurde gestern, am 10. Juni 2010, vor rund 150 Gästen im HUB Vienna verliehen. Aus 63 eingereichten Konzepten von über 200 Studierenden aus ganz Österreich gingen vier ganz unterschiedliche Siegerprojekte hervor: ein Kompostierwerk in Griechenland, ein nachhaltiges Modelabel, Solarkühlboxen für den Senegal sowie ein mobiler Sozialsupermarkt in Rumänien. Initiatoren, Jury und Sponsoren waren vom hohen sozialen Engagement aller TeilnehmerInnen beeindruckt.
Die schwierige Entscheidung
Gestern, am 10. Juni 2010, fand um 18 Uhr im HUB Vienna, die mit Spannung erwartete Preisverleihung des zweiten Social Impact Awards vor rund 150 Gästen statt. Mitglieder der hochkarätigen Jury, darunter Monica Culen, Gründerin und Geschäftsführerin der Rote Nasen Clowndoctors, Ute Bock, Gründerin des Flüchtlingsvereins, und Dr. Michael Fembek, Programmdirektor der Essl Privatstiftung und Leiter für Soziales der Baumax-Unternehmensgruppe, wählten aus insgesamt 63 Projekten die vier besten aus.
„Die eingereichten Themenfelder boten ein gutes Abbild der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft: Armut, Bildung, Umweltschutz, Generationenkonflikte und Gewalt. Vier Siegerprojekte auszuwählen war eine schwierige Aufgabe, in jedem Projekt stecken viel Engagement, Arbeit und Herzblut“, ist Social Impact Award-Initiator und Jurymitglied Mag. Peter Vandor vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der WU Wien überzeugt.
Die vier Sieger
Schließlich gingen vier ganz unterschiedliche Projekte als Sieger hervor: „Compost Paros“, ein Plan zur Errichtung eines Kompostierwerkes mit sozialem Mehrwert auf Paros, Made IN, Made BY, ein ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiges Modelabel, das MigrantInnen in alle Arbeitsschritte miteinbindet, „Solar Projekt Senegal“, ein Projekt mit dem Ziel, solarbetriebene Kühlboxen an Kleinunternehmer im Senegal zu vertreiben, und „Venim la voi“, rumänisch für „Wir kommen zu euch“, ein Konzept für einen mobilen Sozialmarkt im nördlichen Rumänien.
Die strahlenden Siegerteams erhielten Stipendien in Höhe von 4.000 Euro zur Umsetzung ihres Projektes sowie eine 3-monatige Vollmitgliedschaft im neuen, innovativen Arbeitsraum HUB Vienna. Überreicht wurden die Preise von Prof. Dr. Nikolaus Franke, Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der WU Wien.
Laura Ebenberger, Teammitglied des Siegerprojekts „made IN, made BY“: „Über ein Jahr haben wir an der Projektidee gefeilt. Das Social Impact Award-Stipendium ermöglicht uns jetzt die Umsetzung. Der erste Schritt ist eine eigene Website, dann folgen Nähmaschinen, Materialien und die Suche nach Kooperationspartnern.“
Ermöglicht wurden die Förderungen von Air Berlin, good.bee, ERSTE Stiftung und Wirtschaftskammer Wien. Franz Karl Prüller, Direktor des Programms Soziales der ERSTE Stiftung: “Mit dem Social Impact Award 2010 zeichnen wir interessante Projektideen aus vier sehr verschiedenen Ländern aus. Die Preisträger wollen in Österreich, Rumänien, Griechenland und im Senegal soziale Integration und Entwicklung mit unternehmerischen Mitteln fördern. Ihre Social Businesses sind kunden- und problemorientiert und sie sind innovativ. Die ERSTE Stiftung möchte genau solchen Ideen eine Chance geben: Betrieben, die auf lokale Bedürfnisse lokale Antworten finden, deren Ideen aber auch grenzüberschreitend auf andere Orte übertragbar sind. Gratulation auch an alle anderen engagierten Teilnehmer des Social Impact Award 2010.”
Auch die Plätze 5-10 wurden heuer erstmals ausgezeichnet. Die Projekte Fairnetz, Uni4You, StartEurope Prishtina, Perelin Garten, Book4Life und das Joker Magazin dürfen sich über 3-monatige HUB 25 Memberships für 2 Personen freuen – und die Anerkennung der Jury und der Preissponsoren Bionade und dailydeal.at für ihre vielversprechenden Initiativen.
Der Workshop
Bereits vor der Verleihung fand für alle Teilnehmer ein VernetzungsWorkshop statt. Getreu dem Anspruch des Social Impact Award, nicht nur Wettbewerb sondern auch eine Community für alle studentischen Social Entrepreneurs zu sein, trafen die Einreicher dabei auf einander und auf ausgewählte Experten der Österreichischen Social Entrepreneurship Szene. In einer Vernissage präsentierten die EinreicherInnen ihre Ideen auf postern, tauschten sich aus und nutzen die Chance, neue Kontakte mit potentiellen Mitstreitern und Förderern zu knüpfen.
Social Impact Award 2010 – Das Video

















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