• Social Impact Award Finalist Announcement 2018

    Am letzten Donnerstag zelebrierten wir unser Finalist Announcement im Impact Hub- ein wichtiger Zwischenstopp auf der Social Impact Award Reise 2018. Die rund 100 Gäste jeglichen Alters von jung bis erfahren wurden vom “quasi” Kapitän Jonas als Moderator mit seinem Charme und viel Witz durch den Abend geführt. Hilfe hatte er von zwei SIA Ticketverkäuferinnen, nämlich den Jurymitgliedern Roman Mesicek und Judith Pühringer, die vor allem die Bekanntgabe der Finalisten äußerst unterhaltsam und sehr spannend gestalteten. Es entschied sich an diesem Abend wer ein Ticket für den Weiterflug in die Inkubationsphase, einen Koffer mit vielen Kleinigkeiten und eine Soulbottle für den Durst auf der Reise bekommen sollte. Die Inkubationsphase beinhaltet einen eigenes gestalteten dreistufigen Prozess für alle Projekte mit einem Mentoringprogramm, Zugang zu Experten- und Coachingpools, einer Wissensdatenbank, einem Taschengeld in Höhe von 300 EUR – gesponsert von HOFER – und dem Tribe, der Gemeinschaft aller Projektteams.

    Diese Reise durch den Abend wurde von der lieben Josefine Schulze mit einem graphic recording begleitet. Außerdem gab es eine Social Media Wall, die reichlich zur Kommunikation untereinander genutzt wurde.

    Nachdem unser Kapitän das Flugzeuginnere und die Crew kurz vorstellte, übergab er an eine der Geschäftsführerinnen des Impact Hubs Barbara Inmann das Wort. Sie stellte den Hub mit folgenden Worten vor: “Der Impact Hub Vienna ist so ein bisschen das zu Hause für alle, die positiv die Gesellschaft verändern wollen.”

    Danach folgte ein kurzer Rückblick über die bisher gemachte Reise, die mit dem Kickoff im Jänner begann, über die Workshops, in Form von Impact Weekends, über die Monate März und April durch ganz Österreich ging (hierzu gibt es zum Lesen zahlreiche Reiseberichte unter den Neuigkeiten von unseren Volontären) und nun den ersten Höhepunkt im Finalist Announcement erreichen sollte.

    Ein paar Fakten über die Reise, auf die wir zugegebenermaßen sehr stolz sind: Insgesamt waren es 22 Workshops in 7 Bundesländern, davon 6 in englischer Sprache und 9 Events, an denen über 500 Passagiere zeitweise in unseren SIA Flieger eingestiegen sind.

    Daraus folgten nun 58 Einreichungen aus 18 Städten hinter denen über 80 Einzelpersonen stehen.

    Die Schwarzkappler bzw. Reiseleiter, wie sie sich selbst bezeichneten, Judith und Roman übernahmen nun das Steuer. Beide sind schon seit mehreren Jahren mit an Bord und fühlen sich als Teil der Community. Was Judith besonders heraushebte und betonte ist, dass es beim SIA nicht nur um Einzelprojekte geht, sondern um eine große, sehr inspirierte Community, die man immer wieder trifft – auch in unterschiedlichen Rollen.

    Gleich bei dem ersten Finalisten Lingvano konnten wir gleich eine Gebärde erlernen und zwar das Wort “probieren”, wie man hier an der Jurymitglied Andra sehen kann. Durch Lingvano wird das kostengünstige und flexible Erlernen der Gebärdensprache für alle möglich und es soll das Leben Gehörloser innerhalb der Gesellschaft vereinfachen und verbessern. Die Hürden in der Kommunikation mit gehörlosen Menschen ermöglicht will Lingvano mit ihrem Projekt überwinden.

    LibertydotHome: Obdachlosigkeit ist ein gesellschaftliches Problem, das uns täglich begegnet und dennoch ignoriert wird. LibertydotHome möchte erschwinglichen Lebensraum durch Wohnmdule (Tiny Houses) für Obdachlose anbieten und ihnen damit das Zurückfinden in die Gesellschaft ermöglichen.

    Anderemeinung.at: Jede/r hat ein eigene Meinung, doch ist diese immer die Richtige? Anderemeinung.at will die transparente Information und den differenzierten Diskurs innerhalb einer Gesellschaft erleichtern. Dies geschieht durch die Gegenüberstellung zwei verschiedener Positionen zu einem bestimmten Thema auf ihrer Plattform und wirkt der zunehmend sich negativ auswirkenden Polarisierung entgegen.

    Reisebunt.com: Jeder reist gerne, doch leider lässt sich ein nachhaltiger Lebensstil nicht mit umweltschädlichen Flügen vereinbaren. Doch dem Team von reisebunt.at kam da eine kompensierende Idee! Reisebunt agiert als Publisher für Reiseveranstalter und bekommt pro getätigter Buchung eine Kommission mit der ein Baum gepflanzt wird. Gut für die Umwelt und das schlechte Gewissen!

    RefugeEYEs möchte geflüchteten Kindern durch kreative Projekte die Möglichkeit geben aus dem tristen Leben des Flüchtlingsheims herauszukommen und ermutigen, dass sie etwas selbst im Leben erreichen können. Durch dieses Projekt haben Kinder somit auch die Chance traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und sie werden in ihrer Entwicklung innerhalb eines fremden und einschüchternden Umfelds gefördert.

    Ein weiteres Highlight an diesem Abend war die Keynote von Nina Proxleitner, einer SIA Alumni von 2017 mit More than one Perspective, die uns mit auf ihre eigene Reise genommen hat. Ihre Reise begann vor ca 2,5 Jahren mit zwei Freunden, die alle drei als Fellows bei Teach for Austria Jugendliche unterrichteten und daraus ergab sich der Plan etwas im Integrationsbereich machen zu wollen. Perspektiven geben ist hier das Stichwort. Sie selbst haben in Form eines Programms für 10 gut ausgebildete Geflüchtete und klarem Feedback sowie einem konstanten Dialog herausgefunden, wie sie das Thema Integration angehen können. Wichtig ist, wie Nina mehrfach betont, Erfolge herauszustreichen, aber was auch hinter jedem Bild des Erfolges steht, sind Misserfolge, durch welche man hindurch muss, wie beispielsweise, dass sie bei der ersten Einreichung beim SIA nicht gewonnen haben. “Es gibt die positiven Geschichten auf der Reise und die nicht so Schönen. Und für alle, für die es dieses Jahr nicht klappt, wird es dann vielleicht einfach nächstes Jahr das positive Bild geben.”

    Die Reisebegleiter Judith und Roman nahmen das Publikum anschließend weiter mit auf die Reise und verkündeten die weiteren 5 Finalisten.

    Triply möchte den sicheren und nachhaltigeren Transport von jungen ausgehfreudigen Menschen ermöglichen. Dies passiert durch ein Sammeltaxisystem, welches zum Veranstaltungsort bringt und abholt. Gefährliche Unfälle unter Alkohol – oder Drogeneinfluss, aber auch nächtliche Gefahren wie Raubüberfälle können vermieden werden.

    Semina Project kurz SePro verbindet gleich mehrere Ziele in einem! Durch schadstofferzeugende Öfen werden täglich Menschen beim Kochen in Entwicklungsländern tödlichen Luftverschmutzungen ausgesetzt. Durch die Herstellung von Holzöfen mit geringerer Schadstoffbelastung wird die Gesundheit und Umwelt geschont, aber auch technische Ausbildungsmöglichkeiten mit anschließender Beschäftigung geschaffen.

    Myfutureacademy: Die Jugend verbringt enorm viel Zeit im Internet. Warum diese nicht auch sinnvoll nutzen? My Future Academy bietet Jugendlichen aus allen Schichten innovative Bildung, die sich einem strukturellen Wandel der Zeit anpasst und Wissen, welches sie nicht in der Schule erlangen können. Eine chancenreichere Zukunft und bessere Bildung für alle wird somit wahr!

    Mobidic: Sozialarbeiter haben oft lange und anstrengende Dienste nach denen sie auch noch stundenlang ihren Arbeitsalltag dokumentieren müssen. Unter der sehr umständlichen Dokumentation leiden viele sozial Beschäftigte. MobiDic vereinfacht den Arbeitsalltag von Sozialarbeitern durch eine Speech-to-Text Technologie. Die mobile Dokumentation vereinfacht und verbessert die Qualität der Dokumentation der getätigten Arbeit.

    Kindby Da Kleinkinder schnell aus Klamotten rauswachsen, wird oft auf billige Babyklamotten zurückgegriffen. Gründer Okan und sein Team von kindby wollen den Kauf und Verkauf von minderproduzierter und nicht nachhaltiger Babykleidung durch ihre Plattform stoppen. Dadurch möchten sie einen positiven Einfluss auf den Konsum von frischgewordenen Eltern ausüben und Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft schaffen.

    Mit einer Einladung von Jonas zum Feiern bei reichlich Speis und Trank für alle von Rita bringt’s, endete dann auch der offizielle Teil und es begann der entspanntere Part mit reichlich Möglichkeit zum Netzwerken.

    Zu allerletzt gab es noch die Möglichkeit für alle in die gegenüberliegende Bar weiterzuziehen und den Abend ausklingen zu lassen. Hier feierten alles zusammen bis weit in die Nacht hinein und es entstanden zahlreiche neue Kontakte und sogar Freundschaften.

     

     

     

    Wenn du Lust hast den Abend nochmals ausführlich nachzuerleben, schau’ dir einfach den Livestream von BSEEN des ganzen Events an. https://www.facebook.com/socialimpactawardat/videos/603950179967593/

    SAVE THE DATE: Am 5. Oktober werden die Gewinner des Social Impact Awards in Form der Award Ceremony bekannt gegeben und es entscheidet sich wer das finale Ticket zum Summit nach Georgien und die Preisgelder gesponsort von HOFER erhält.

    Dieser Artikel wurde von unserer Volontärin Theresa verfasst.