• Sommer-Spritzer#2 mit “refugees {code}”

    Hallo! Stellt euch doch mal kurz vor. Wer seid ihr, wie heißt euer Projekt und warum nehmt ihr am Social Impact Award teil?
    refugees{code} bietet Geflüchteten eine Programmier-Ausbildung. Ziel ist die Integration am Arbeitsmarkt. Wir sind gut 10 Leute mit unterschiedlichster Expertise; von JUS bis VWL und Wirtschaftsinformatik hin zu einer selbstständigen Leadership Consultant der uns bei strategischen Themen unterstützt. Bei SIA nehmen wir teil, um uns mit anderen Teams auszutauschen und um mehr Visability zu bekommen. Die Workshops helfen zusätzlich nicht in ein Sommerloch zu fallen.

    Wir leben in einer Welt, in der vieles gut, manches aber auch schlecht läuft. Welches Problem regt euch am meisten auf?
    Zum einen herrscht eine Pauschalisierung bei Geflüchteten – aber natürlich auch anderen Gruppen. Zum anderen fragen wir uns beim Zivil-Engagement, warum dies überhaupt notwendig ist; warum man sich solcher Aufgaben überhaupt annehmen muss. Es gibt viele Initiativen; manche werden mit Finanzierungen überhäuft und andere sind dagegen bald am Ende. Es fehlt einer Koordination aller Initiativen; eine Bündelung des ganzen Administrativen würde es ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Wie löst ihr dieses Problem und wodurch unterscheidet ihr euch darin von bisherigen Lösungsversuchen und Mitbewerb?
    Wir sehen keinen Mitbewerb sondern Unterstützer, wenn man Geflüchteten helfen will. Um etwas gegen die Pauschalisierung zu tun, heben wir positive Beispiele hervor. Wir wollen Vorurteile durch Begegnung abbauen. Ab Herbst lernen Geflüchtete und Österreicher gemeinsam programmieren und auch bei Community Events soll mehr Interaktion zwischen Österreichern und Geflüchteten stattfinden.

    Was ist die größte Herausforderung am Weg zum Social Business und inwiefern unterstützt der Social Impact Award euch dabei diese zu lösen?
    Aktuell ist die Finanzierung unsere größte Herausforderung. Nach einem Jahr freiwilliger Arbeit stellt sich bei einigen die Frage, wie es weiter geht. Wir hoffen, dass uns der Austausch mit anderen und unserem Coach hier weiterhelfen kann.

    Wie lautet die Botschaft, die ihr jungen ambitionierten Menschen mitgeben wollt, die Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen wollen?
    Ich (Stefan) würde dazu aufrufen, erst eine Recherche zu machen, ob es die Idee die man hat bereits gibt. Es ist dann besser andere dabei zu unterstützen, als dasselbe nochmals zu gründen. Es ist besser die Kräfte zu bündeln als es allein nochmal anzufangen. Meist sind Ideen viel einfacher zu testen als man anfangs denkt, und eigentlich geht es als Start-Up ja darum, das Grundkonzept in einem Prototyp zu testen. Es gibt ein Paradoxon, dass Ideen sowohl genug Zeit zum Reifen, günstige Umstände, als auch rasche Umsetzung brauchen (Alex).